Aus- und Einbau Instrumententräger

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Ingo
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Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Ingo »

Hi,

da es ja durchaus häufiger mal vorkommt, dass man an das Instrumentarium muss, Habe ich mein aktuell bestehendes Problem mit dem defekten Kilometerzähler dazu genutzt das mal mit ein paar Fotos zu dokumentieren.
Es gibt bestimmt noch weitere Möglichkeiten das zu tun. Hier nur mal meine Vorgehensweise:

Zunächst muss Zugang geschaffen werden und dazu die Verkleidung unterhalb des Lenkrads ab.
Das sollte noch jeder ohne Fotos hinbekommen. Dazu dann auch schon die Welle für die Tageskilometerrückstellung von der Verkleidung lösen (dazu die kleine Madenschraube lösen, die den Knopf auf der Welle fixiert und danach die darunterliegende Mutter demontieren).

Um den Instrumententräger später Richtung Lenkrad herausschieben zu können, muß der vordere Teil des Armaturenbrett demontiert werden. Dazu zunächst die Alublenden vorsichtig aus den Klemmen lösen. Geht rcht einfach, da die nur gesteckt sind. Darunter sind links neben dem Lenkrad 3

Bild

(rot eingekreist hier die Schraubenpositionen, gelbe Karos markieren die Halteklemmen der Alublenden.

und rechts ingesamt 8 Schrauben, die diese Blende halten

Bild

Damit die Blende komplett entfernt werden kann, muss auch der Lichtschalter gelöst werden. Knopf und darunterliegende Verschraubung lösen. Der Stecker fom Warnblinkschalter muss einfach nur abgezogen werden.

Der Instrumententräger selbst ist lediglich mit zwei 5mm Muttern befestigt.

Positionen hier außen angedeutet (gelb eingekreist).

Bild

Die rechte davon ist aber der eigentliche Knackpunkt der gesamten Aktion. Die sitzt schön bescheiden hinter der Mittelkonsole. Hier gibt's nun ein paar Möglichkeiten das Drecksding zu lösen.
Beste Zugangsmöglichkeit bietet der Komplettausbau der Mittelkonsole. Viel Schrauberei, die zumindest ich ziemlich gescheut habe.
Mit einiger Geduld, ein wenig Flucherei und einem Beißklotz geht das nach einiger Zeit auch ohne den besagten Ausbau der Konsole. Hebammenfinger könnten da hilfreich sein :-).
Hilfreich hier aber in jedem Fall auch ein Ringratschenschlüssel SW8. Alternativ kann zuvor auch die Uhr aus dem Instrumententräger gelöst werden. An die äußere Rändelschraube kommt man recht gut heran.Die zweite braucht nicht unbedingt gelöst zu werden. Die Uhr kann so trotzdem entfernt werden.
Man kommt so zwar nicht besser an die Mutter des Trägers, sieht aber zumindest mal etwas mehr von der Position dieser Mutter.
Hat man diese rechte Mutter tatsächlich erfolgreich entfernt, ist die linke eher Kindergeburtstag. Hier links sollte auch die Mutter für die Blende über dem Träger gelöst werden. (rot eingekreist auf voriegendem Foto). So hat man etwas mehr Bewegungsfreiheit für das nun folgende Herausschieben des Instrumententrägers.

Schiebt man den Träger nun ein kleines Stück heraus (so ca. 5cm), kommt man recht gut an die Überwurfmutter der Tachowelle.

Bild

Bild

Die muss natürlich auch noch ab und danach hat man das Ziel erreicht und kann den Träger vorsichtig unter der Blende (wirklich vorsichtig hier, das Ding ist über die Jahre so spröde geworden, dass es ruckzuck einreist) komplett herausschieben.

Bild

Hier sieht man dann auch in voller Pracht wo die Montageposition für diese versteckt sitzende Mutter ist:

Bild

Zusammenbau dann sinnvollerweise in umgekehrter Reihenfolge.


Vielleicht hilft es dem ein oder anderen hier. Viel Erfolg beim Nachmachen :-) Ich empfehle autogenes Training vorab. Ein tiefes "Ommmmmmmmmmmmhhhhhhhh" kann eventuell auch helfen.

vG

Ingo
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Ulrich 3.0 CSA
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Ulrich 3.0 CSA »

Hallo Ingo,

danke für die hilfreiche Demontage-/ Montageanleitung.

Gruss Uli
ecto1 Günter

Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von ecto1 Günter »

Hallo Ingo,

super Beitrag, allerdings kommt man zu dieser rechten Mutter besser, wenn man den Lautsprecher mittig ausbaut!

lg
Günter, Gruß aus Wien!
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Danke an Ingo für die Anleitung
Danke an das Forum was nun eine solche Doku zulässt

Ergänzend hierzu,
ich habe den Instrumententräger nicht mehr festgeschraubt,
der hält ja auch so, durch den Blendschutz
(denn irgendwann muss man hier wieder dran)
außerdem habe ich alle Lämpchen vorsorglich getauscht, was auch nicht teuer war

Gruß, Christoph
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Updat zu den Lämpchen:
Franz (E9 Fan) hat mir eine P-Mail gesendet, die ich nicht beantworten kann, da Franz keine Mail addi hinterelgt hat:

Hallo Christoph,
Du hast geschrieben, dass du auch die Lämpchen getauscht hast. Meine Frage dazu, hast du wieder die 4 Watt genommen? Ich habe mal gelesen, dass verschiedendlich wegen der besseren Ausleuchtung auch 5 Watt genommen wurden. Ist das sinnvoll, oder kann das sogar zu warm werden oder sonstige Schäden heraufbeschwören?
Viele Grüße
Franz



Ich habe Lämpchen mit den original Daten verbaut,
ob die nun 4 oder mitlerweile 5 Watt haben, weiß ich nicht.

Das eine Watt mehr sehe ich in Sachen Wärme unkritisch,
jedoch das Poti zur Helligkeits Reglung hat dann mehr zu tun, hier könnte es kritisch werden.
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Ingo
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Ingo »

super Beitrag, allerdings kommt man zu dieser rechten Mutter besser, wenn man den Lautsprecher mittig ausbaut!
aber das ging bei mir nicht. Da lag ja noch meine Sonnenbrille davor :-)

Argl., verdammt, das könnte/wird vermutlich der deutlich bessere Weg sein. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen eben nicht.
Danke für den Tipp !
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Ulrich 3.0 CSA
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Ulrich 3.0 CSA »

informativer Beitrag!

Wie bekomme ich denn den Lautsprecher/die Abdeckung in der Mitte raus...ohne diese zu beschädigen?

Danke Uli
Gero
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Gero »

Die Lautsprecherabdeckung sollte nur gesteckt sein. Der Lautsprecher selbst ist mir vier Schrauben befestigt. Es kann natürlich sein,daß einer der Vorbesitzer den Lautsprechergrill geklebt hat. Wie es beispielsweise bei mir mit der Armaturenbrett-Abdeckung des Instrumentenkombi passiert ist. Wenn man die nämlich runternehmen könnte (ist mit zwei Schrauben von unten fixiert) - käme man noch besser an die Schrauben heran und man könnte die Kombi nach oben herausnehmen.
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

Hallo zusammen,
ich glaub´ich benötige mal eure Expertise, Hilfe, Trost - ich bin quasi selten am verzweifeln...

Ich bekomm´ das Kombi-Instrument nicht raus. Und ich wustte die ganzen letzten 20Jahre wieso ich da noch nie ran bin und wollte - weil wie genau bei ALLEM anderen auch noch nie etwas auf Anhieb funktioniert hat.

Habe die, wie im Beitrag farblich beschrieben, Schrauben gelöst, die Alublende und schwarze Frontleiste demontiert usw.

Jetzt kann ich doch tatsächlich, nach 30min gejuckel und gewackel, das Kombi-Instrument sage und schreibe, aber nur auf der linken Seite, ca 1mm bewegen! Rechte Seite 0,0. Habe alles versucht mit ner Art Konstruktion neben & hinter dem Lautsprecher links so das ich mit nem Schraubendreher und anderer missbrauchten Werkzeuge/Teile irgendwie gegen den Gewindestutzen gedrückt habe - nichts - 0 - keine Bewegung.
Ich sehe aber auch nirgends Klebereste o.ä. Vlt. hat jemand unsichtbarer Atomkleber verwendet. Das gibt es doch nicht. Ich hatte eben schon den entfernten Gedanke von montier-Eisen und Hammer. Und auch schon Hobby-Aufgabe und verkaufen. Ich kann nicht mehr

ja kann ja vlt. "festsitzen" durch "quillen" / verspannter Konstruktion - keine Ahnung

Ob man nicht vorher den schwarzen Rahmen /Blende, welche um das Kombi-Instrument geht, demontieren kann/sollte?
Das Ding bewegte sich keinen Mü - (linken Seite) die müsste ja eigentlich los sein weil ich die eine rot markierte ganze äußere Schraube links ja auch los habe) - das Ding bewegt sich auch gar nicht. Ich weis nicht wo/wie das Ding Fest ist.

Was mach ich denn jetzt am besten wie? Einfach wieder zusammenbauen ist keine Option - möchte sämtliche Lämpchen ersetzen - 1 oder 2 sind auch defekt - das Holz überarbeiten usw. Das Ding muss raus (und wieder rein)

was haben die sich eigentlich damals dabei gedacht - vor allem wenn ich schon daran denke wie, sofern nicht von mir dann verklebt - man diese Mutter auf den Gewindestutzen rechte Seite ansetzen möchte - ich meine - ich habe gelenkige, dünne Finger ... das hier... Also ich muss sagen das passiert nicht oft das ich nicht weiterkomme :-(

DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

kann es sein das die Mutter rechts von dem letzten Bild nicht die ist die zum Kombi-I gehört sondern von der schwarzen Blende und das die eigentlich zu lösende Mutter noch versteckter daneben 1cm weiter n links sitzt?
(sieht auch irgendwie aus als wäre an der Stelle im träger eine Art langloch - nach oben hin)
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Gerhard
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Gerhard »

Hallo Tommy

Ja klar, da sind 2 gleich große 5er Muttern direkt nebeneinander. ABER!!
Ich gehe mal davon aus, dass du die rechte Schraube von der Hutze, die von unten in den "Fuß" der Hutze eingeschraubt ist, noch nicht gelöst hast. Dadurch wird die Hutze so stark nach unten gezogen, dass das Instrumentenholz festgeklemmt wird. Um aber an diese Schraube ran zu kommen, muss die Mittelkonsole komplett ausgebaut werden. Da du aber eine Klimaanlage hast, wird das ganze noch interessanter...... Beim Ausbau der Blende in der Mittelkonsole musst du besonders vorsichtig auf das Kapilarrohr des Temperaturschalters aufpassen. Wenn du es zu stark knickst macht es "pffff" und du brauchst einen neuen Schalter.
Schließlich muss das Element der Heizungsregelung gelöst (links und rechts 2 M6 Schrauben) und nach rechts weggeklappt werden. Dann muss nur noch die Luftführung über dem Verdampfers ausgebaut werden.

Dann siehst du die Schraube.......

Hoffentlich kannst du trotzdem schlafen :-)

Gruß Gerhard
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

war ja klar das das wieder ein Fass ohne Boden wird... :-)
ich habe mich mit deiner Anweisung soweit angefreundet und war gerade auf´m weg in die Falle als sich noch eine weit entfernte Möglichkeit , theoretisch, aufgetan hat: wenn ich je von unten irgendwie mit irgendwas auf diese Mutter komme muss ich es nur schaffen die abzureißen - dann müsste der verbleibende Bolzen in der Hutze/Holz ja paar mm mit nach oben gehen... oder mit nem dünnen fräser das Blech um die Mutter rum auftrennen - also das schaue ich mir morgen zuerst nochmal dahingehend an :-) bevor ich wirklich alles zerlegen muss.
ok, danke!
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Hallo Tom,
wie bereits erwähnt:
4 Stehbolzen,
2 von der Hutze (links und rechts)
darunter
2 vom Cockpit (links und rechts)
jedoch habe ich die beiden rechten durch die Lautsprecher Öffnung gelöst.
(dünne Handschuhe und eine kleine Ratsche mit viel Geduld, ggf schlanke Finger)

und Wichtig beim Zusammenbau: NIE mehr mit den beiden Muttern befestigt

Grüße, Chrissi
Kopieren von Cockpit_01.JPG
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andilin
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von andilin »

Moin,
sehr gute Beiträge hier!

Ich bin der Meinung, dass gehört zu den Reparaturhilfen verschoben.
Gruß
Andi

PS: Hat die Birnchen schon mal jemand durch LED`s getauscht? Funktioniert der Dimmer dann noch?
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

Hallo, soweit Danke.
also zunächst mal: ich habe diese eine untere Schraube mittels Ratschen Verlängerung und einem an dem ende angesetzten Meißel und Fäustel abgeschlagen - damit konnte ich dann diese Hutze 3mm nach oben bewegen. Schraube ist natürlich irgendwo hin gefallen.
Dabei ist dann auf einmal die Uhr aus der Armatur nach hinten geploppt - ok schonmal nicht schlecht - da ich NUR deswegen das die Uhr quasi raus war an die 2te re Schraube gekommen bin die letztlich das KI befestigt. Da kommt man bei meinem CS zumindest, ansonsten auch nicht durch das Lautsprecherloch durch da sich genau in dem Bereich ein Metall-Steg - recht breit und unförmig von unten nach oben zieht. Durch das LS loch bekomme ich max nur die Hutzen-lang-loch schraube ab.
Soweit alles gelöst. Zunächst ABER: das KI bewegte sich dennoch keinen mm auf der rechten Seite. Ich dachte zunächst das jemand von unten vlt. irgendwann mal im Bereich der Uhr Mitte unten noch eine Schraube durchgejagt hat (warum auch immer). 10 min geruckel & gewackel - nix. Hände offen. Bei der Frau ausgejammert - ja komm erstmal wieder runter und vor allem rein was essen. (mmmmh falscher Zeitpunkt! :-) )also erstmal weiter gezogen und gedrückt und dachte ich an Gerhard: Dann muss die Mittelkonsole raus - also dann- versuche ich erstmal diese linke seitliche schwarze große Verkleidung zu demontieren - ach dann muss ja schon wieder die Schaltkonsole raus usw... nä - ich will net. Also , komm dann geh ich doch rein jetzt was essen - aber erstmal noch EINMAL ruckeln. Auf einmal macht es "PENG!!" und das ganze Teil springt los. Es war also keine weitere Schraube von unten durch gejagt sondern ich glaube das sich das Gewinde von diesem langen Bolzen/Steg rechte Seite KI Befestigung hinten ab Blech (Bohrung f. Mutter) gelöst hat da verkantet war... Wahnsinn.
So jetzt bin ich an der Stelle wo das KI irgendwie vorne auf halb 8 hinter dem Lenkrad hängt und wahrscheinlich durch die Tachowelle und noch zig Kabel gehalten wird. Da mache ich dann nachher mal weiter das ich das Teil zumindest heute noch raus bekomme.
So sieht das aus. (Jede andere Sache egal ob am Motor, Verkleidungen oder sonst wo war EINFACHER als das KI auszubauen! Das glaubt man nicht
... Gruß Thomas
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andilin
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von andilin »

Hi,
na, das habe ich auch noch vor mir. Ich freue mich jetzt schon drauf.
Gruß
Andi
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Gerhard
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Gerhard »

Hallo

Also hätte mich vor Chrissis letzten Beitrag jemand gefragt, ob man die rechten beiden Muttern der Stehbolzen durch das Lausprecherloch lösen kann, hätte ich nein gesagt, da dort ja dieses große eingeschweißte Verstärkungsblech für das Amaturenbrett im Weg ist. Wie auch immer..... Ich löse diese beiden kleinen Muttern immer von unten bzw. durch das Uhrloch. Wenn man beim ersten lösen gleichzeitig gegen das Instrumentenbrett nach hinten drückt lässt sich diese Mutter eigentlich von Hand abschrauben (Nuss aufsetzen). Original ist der Stehbolzen und auch die Mutter nicht verzinkt, beide Teile zeigen aber dennoch so gut wie nie viel Rost. Zur Sicherheit lasse ich dann beide Teile in der Regel neu verzinken. Da ich es auch an Stellen die man hinterher nicht mehr sieht gerne hübsch habe, auch gleich den Metall-Träger mit den 4 Löchern und die Abstandshülsen der Bolzen auch noch :-) Die Muttern der Instrumente sowieso und mit etwas Fett wieder zusammen gebaut funktioniert das mit dem zerlegen auch wohl in zig Jahren noch mal genau so "gut".......
By the way: Auf jedem Instrumentenholz ist auf der Rückseite auf diesem Metallträger in der Mitte ein "Typenschild" angeschraubt (in meinem Bild mit dem grünen Pfeil markiert). Allerdings ist auf diesem Typenschild niemals etwas geschrieben oder eingestempelt. Weiß irgend jemand, warum man da so ein Typenschild ohne Markierung angebracht hat?

Gruß Gerhard
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

so, hab den Salat jetzt draußen. die Beiden Stecker für den kabelbaum hinten waren auch jicht mal gerade eben so einfach auseinander zu bekommen.
Also jeder der durch dieses Prozedere gegangen ist werde ich künftig mit "von e9" ansprechen ;-) Wahnsinn.
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Frage an die Experten:
bzgl. Lämpchen - habe Sie noch nicht demontiert und gezählt: Sind das alle die gleichen? Hat jemand ggf. die Bezeichnung mit der man diese heute findet sowie passend zur originalen Ausstattung die Leistungszahl? (Watt)
Ich schaue auch noch in den Schaltplan.

Mit ist von dem Heizungsbedienteil anscheinend oben links eine recht dünne lange Birne entgegen gekommen - die würde ich auch noch gerne neu machen - was sind das für Birnchen?

Danke + Gruß Thomas.
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Tommy75 hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 20:04 Frage an die Experten:
bzgl. Lämpchen - habe Sie noch nicht demontiert und gezählt: Sind das alle die gleichen? Hat jemand ggf. die Bezeichnung mit der man diese heute findet sowie passend zur originalen Ausstattung die Leistungszahl? (Watt)
Es sind 12
Bezeichnung: Osram 12V 2W 3796nBA9s

Mir war jedoch das Lämpchen hinter dem "blauem Fernlicht Glas" schon immer zu schwach,
darum habe ich hier den 4W Wert genommen...

lg, Chrissi
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

Danke Christoph,
Bzgl Lämpchen Fernlicht: hatte jahrelang die gleiche Wahrnehmung bzgl schwacher Leuchtkraft- jedenfalls leuchtet das Lämpchen nach Lima Überholung bis jetzt stabil viel heller.
Gruß Thomas
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andilin
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von andilin »

Hi,
für die nicht gedimmten Kontrolleuchten müsste man doch LED nehmen können? Die leuchten sicher schön hell.
Gruß
Andi
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Tommy75 hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 20:04 Mit ist von dem Heizungsbedienteil anscheinend oben links eine recht dünne lange Birne entgegen gekommen - die würde ich auch noch gerne neu machen - was sind das für Birnchen?
Das sind die gleichen wie in den beleuchteten Druck-Schalter (Nebel, Warnblinker etc.)
Teilenummer 62 14 9 557 328
(aber wohl mit der Teilenummer nicht lieferbar, mußt die Daten direkt vom Leuchtmittel ablesen)

lg Chrissi
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

ggf ein Ansatz die Beleuchtung zu testen (bevor man den original Stecker mit Kombi Instrument wieder unter die Hutze fummelt)
Ich kann aber nicht sagen ob man so wirklich alle Funktionen testen kann da wahrscheinlich nicht alles mit nem einfachen Gleichtromtrafo 12V und zu wenigen ampere funktioniert - ggf ist nicht alles einfach nur mit 12V und nem + und minus - Kabel zu beschalten...

Was ich fragen wollte bevor ich umsonst auf die Suche gehe: die Beleuchtung der Uhr scheint primär nur den unteren Bereich auszuleuchten. Ich sehe nur eine Birne für den gesamten Bereich - nach oben Richtung 12 Uhr relativ schwach... Ist das bei euch auch so? Ich denke es sollten eigentlich volle 360° ausgeleuchtet sein.

Achso: Das Holz konnte ich schön mit einer Möbelpflege aus den 80ern von der Schwiegeroma für 9,95DM auffrischen :-)

Danke + Gruß Thomas.
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

Ach ja - diese 4 schwarzen Instrumentenrahmen, um die jeweilige Bohrung, habe ich so einigen Minuten "rum fummeln" auch 0,0 bewegt bekommen. Die lasse ich jetzt erstmal unangetastet verbaut...
(wahrscheinlich wieder sowas wie: Holzrahmen ganz vorsichtig mit gummiunterlage unterbauen und dann über einem Hohlraum mit einem nur gaaanz genau passenden durchschlag nur ganz vorsichtig mit einem Hauch von Gummihammer nach vorne hin raushauen :-) nein - ich will net mehr :-) Gruß Thomas
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Tommy75 hat geschrieben: So 21. Feb 2021, 22:38
Was ich fragen wollte bevor ich umsonst auf die Suche gehe: die Beleuchtung der Uhr scheint primär nur den unteren Bereich auszuleuchten. Ich sehe nur eine Birne für den gesamten Bereich - nach oben Richtung 12 Uhr relativ schwach... Ist das bei euch auch so? Ich denke es sollten eigentlich volle 360° ausgeleuchtet sein.
Hi Tom
Solltest Du so akzeptieren, wo nur ein Leuchtmittel drin steckt (auf 6 Uhr) kann auch nur eins leuchten.
"Licht-Verteil-Kunststoffe" kamen erst in den 90ern - ggf auch hier 4Watt, aber schau Dir das genau an,
nicht das Du dann einen "Polarstern" an der rechtes Seite hast"

Übrigens, die Lampe hinter dem Prisma am Lenkschloss ist ziemlich hell, von hier beokmmt die Uhr auch was ab.

lg
Chrissi
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

;-) Dinge einfach akzeptieren kann ich gar nicht so gut ;-)
Ich überlege mal ob man nicht eine Bohrung/Öffnung herstellen kann und setzt noch ein 2W Birnchen nach oben hin an... Dürfte das "Bordnetz" jetzt nicht sooo überstrapazieren - das sind scheinbar solche Details an denen man damals schon gespart hat (falsche Stelle für eine premium Marke/Fahrzeug) :-) Fällt dem Kunden doch direkt nach 49J auf :-)
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

...dann mußt Du auch ne "Hülse" anbringen, denn sonst sitz die Lampe im Zeigerwerk.
Macht schön hell aber auch immer die gleiche Uhrzeit :-)...
Viel Erfolg
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

...hatte den Bohrer schon parat liegen Christoph - habe mich letztlich dagegen entschieden (zunächst) da ich diesen Front-Deckel der Uhr nicht gelöst bekommen habe. in beide Richtungen drehen nichts - leichtes anhebeln am Rand - keine Bewegung. Bevor ich die jetzt noch himmele... vlt. bei nächster möglichen demontage... Birnchen sind alle gewechselt und ein Massekabel an der Tank-/Temperatur-anzeige war nicht gesteckt - ich hoffe mal das dies der Grund war das die Temperaturnadel sich, nach zuschalten mehrerer Verbraucher, nach oben hin bewegt hat... mal schauen...crazy aktion...
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Die Chromringe der Instrumente sind um den Wulst der "Instrumenten-Becher" gebördelt.
Geht also nur von hinten mit einem kleinen Schraubendreher die Bördelung gleichzeitige erweitern.
Also den Schraubendreher ansetzten und den "Becher" 360 Gard drehen, das ca 3 mal dann ist der Spalt so Groß, das der Ring abgeht.
Ring Montage geht genau so nur Schraubendreher zum "glätten" der Bördelung nutzen.

siehe auch:
viewtopic.php?f=16&t=25304
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Waldemar
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Waldemar »

Hallo zusammen,

ich habe mal andere Frage:
Meine Uhr ist meiner Meinung zu laut.
Da ich lieber den Motorklang bevorzuge,
möchte ich alle anderen Geräusche ausschließen:-)
Und bevor ich diese Uhr zerlege, würde gerne wissen ob
das möglich ist, diese Uhr mit ein paar Tropfen Öl leiser zu kriegen?

Gruß Waldemar
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Christoph, Bonn
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Christoph, Bonn »

Hallo Waldemar,
es gibt zwei verschieden Uhren:

eine mechanische, die ist relativ laut
(Text unter Ziffer 6: VDO Kienzle)

eine quarz Uhr, die eigentlich sehr leise ist
(Text unter Ziffer 6: VDO Qurarz Zeit)
Kopieren von IMG_00134.jpg
Kopieren von IMG_0012.JPG
Ob hier ein ölen hilft?
Ich glaube eher Tausch der Uhren....

Gruß, Christoph
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andilin
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von andilin »

allo,
wenn du die richtig laufende Uhr mit Öl einjauchst, wird sie hinterher mit Sicherheit nicht mehr richtig laufen und auch nicht leiser werden
Gruß
Andi
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Waldemar
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Waldemar »

Hallo Christoph,

also wenn meine Uhr die leisere ist, möchte ich nicht wissen wie laut eine mechanische ist:-)
Jetzt bin ich neugierig und versuche meine Uhr zu schmieren.
Wenn es in die Hose geht, das Angebot ist im Hintergrund:-)

Gruß Waldemar
Dateianhänge
20210225_202218.jpg
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Gerhard
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Gerhard »

Christoph, Bonn hat geschrieben: Do 25. Feb 2021, 19:07
eine mechanische, die ist relativ laut
(Text unter Ziffer 6: VDO Kienzle)

eine quarz Uhr, die eigentlich sehr leise ist
(Text unter Ziffer 6: VDO Qurarz Zeit)
Hallo

Dazu eine Ergänzung: Die mechanische Uhr ist großteils sehr leise, nur alle paar Minuten macht diese ein lautes Klack, wenn sie sich aufzieht (keine Ahnung wie das genau heißt) Die Quarzuhr tickt permanent gleich "laut". Erkennbar sind die Uhren auch von hinten. Die alte bis Facelift hat eine weiße Rückseite aus Kunststoff. Die neuere Quarzuhr ab Facelift ist an der Rückseite vollkommen aus Blech.
Ein Ölen halte ich für nicht zielführend.

Gruß Gerhard
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Tommy75
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von Tommy75 »

hier mal eine Audio-Aufnahme vom tickern zum vergleichen. Rückseite bedruckt mit "10/73" in nem 72er CS (haha) mit Blechgehäuse. Gruß Thomas.
https://youtu.be/wMRm94bYm0c
E9 Fan
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Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von E9 Fan »

Hallo Leute,
bezgl. Instrumentenbeleuchtung waren mir die 2 Watt Lämpchen auch zu dunkel. Lampen mit höherer Leistung wollte ich wegen des Dimm Widerstandes nicht einbauen und habe mich deshalb auf die Suche nach Ersatz gemacht.
Ich bin bei Fa. Boatlamps in UK fündig geworden. Die haben LED Lämpchen mit BA9S Sockel die genau für die Beleuchtung der Instrumente wie auch für die Kontrollleuchten im Instrumententräger passen. Lampentype BA9S 12 SMD 3014 LED Replacement Lamp, Warm White mit 8 SMD LED, 4 oben und 4 seitlich.
Ich habe diese jetzt eingebaut und bin sehr überrascht und zufrieden mit der Helligkeit der Kontrollleuchten, der Instrumentenbeleuchtung und auch der Lichtfarbe (auch die Uhrbeleuchtung ist super). Die Stromaufnahme der Lampe beträgt 0,5 Watt.
Das Dimmen der Beleuchtung ist auch kein Problem und gefährdet dem Widerstand im Lichtschalter überhaupt nicht. Von 12 bis ca. 8 Volt wird die Beleuchtung langsam dunkler um dann zu erlöschen man hat allerdings nur ca. ein Drittel des Widerstandes abgetastet bevor man die 8 Volt unterschreitet, das nehme ich aber gerne in Kauf. Jetzt sehe ich endlich das ich noch Licht eingeschaltet habe, wenn ich am Tag aus einer Unterführung oder Tunnel herausfahre.
Ob ich die LED Lampen auch in den Kontrollleuchten drin lassen werde ich noch entscheiden, wenn ich etliche Male gefahren bin, denn die sind schon sehr hell.

Falls jemand Interesse daran hat hier der Link zu Boatlamps und der entsprechenden Lampe.
https://boatlamps.co.uk/collections/led ... ement-lamp

Liebe Grüße
Franz aus Neu-Ulm
Ich hoffe mein Versuch zwei Bilder anzuhängen hat geklappt.
DSC01711.JPG
DSC01712.JPG
E9 Fan
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Registriert: Do 27. Feb 2014, 21:26

Re: Aus- und Einbau Instrumententräger

Beitrag von E9 Fan »

Hallo hier nochmal Franz aus Neu-Ulm,

ich habe mich geirrt, es sind nicht 8 SMD LED sondern 12 Stück. 4 oben und 8 an der Seite.

Viele Grüße
Franz aus Neu-Ulm
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